Das beste Sushi, das wir je bekommen haben, in einer kleinen Seitengasse abseits der Londoner Touri-Pfade. Das ist Pham Sushi, ein auch unter Locals sehr beliebtes Restaurant.
Stell Dir vor, Du bist für ein paar Tage in London. Dein Hotel liegt Richtung East-End – also nicht so richtig mittendrin. Du möchtest Abends noch lecker etwas essen gehen, aber keinen großen Aufwand mehr treiben. Da Du in London bist, hattest Du schon mindestens einmal sehr leckeres indisches Essen, Dir steht der Sinn also nach etwas anderem.
In exakt dieser Situation waren wir, als uns bei unserem Aufenthalt im Hoxton Hotel der kleine Hunger überkam, wir aber nach einem Tag voller ausgedehnter Streifzüge durch East-End, Vintage-Stores, Brick Lane und Financial District keine Lust mehr auf lange Wege hatten.
Auf einmal die Idee: Sushi. Das hatten wir bei einem früheren Besuch in London schon einmal sehr gut gefunden. Das Hoxton erwies sich hier als sehr hilfreich: Acht iMacs samt Internet stehen den Gästen im Lobbybereich kostenlos zur Verfügung. Google an, “Sushi” eingeben und schauen, was in der Gegend so angeboten wird.
Et voilà: Pham Sushi. Nur ein paar Schritte weg. Euphorisch bewertet auf Seiten wie tripadvisor und Co. Entscheidung: Wir schauen uns das an.
Das Hoxton liegt ein paar Schritte östlich der U-Bahn-Station “Old Street”. Die findet sich auf dem Londoner U-Bahn-Plan auf der schwarz eingezeichneten “Northern Line”. Pham Sushi liegt in der Whitecross Street und damit nur ein paar Schritte westlich der U-Bahn. Wir haben noch ein wenig quer durchs Viertel abgekürzt und ein wenig Lokalkolorit geschnuppert.
Nach ein paar Minuten waren wir da. Hinein in die Whitecross-Street. Nach ein paar Häusern auf der linken Seite: “Pham Sushi”. Sah aus wie ein Takeaway in einer umgebauten Garage. Keine Begeisterung aber immer noch die Hoffnung auf das im Netz angekündigte sensationelle Essen.
Dann die Auflösung. Die junge Dame zeigte schräg auf die andere Straßenseite. Dort befindet sich das Lokal. Ohne Reservierung eigentlich keine Chance, aber wir hatten Glück. “Table for two, for 50 minutes?” – das konnten wir bekommen. Nahmen wir.
Wir ließen uns etwas empfehlen, nahmen die Spezialitäten des Hauses und hatten
Das. Beste. Sushi. Unseres. Lebens. Punkt.
Unglaublich. Auf jeden Fall machen, wenn möglich. Alle Londoner, die wir kennen, die es kennen, schwärmen. Alle, denen wir es je empfohlen haben, ebenso. Dickes “Daumen Hoch”!
Zusatzinfo: Eine Freundin aus London lachte bei meiner Schwärmerei und kommentierte es mit: “The guy who runs it is a former chef at “Nobu””. Ich konnte es nicht verifizieren, aber es würde einiges erklären …
